Chlordioxid-Desinfektion

Seit 1974 ist bekannt, dass bei der Chlorung von Trinkwasser als Nebenreaktion Trihalogenmethane (Haloforme) entstehen können. Trihalogenmethane können sich bei Vorhandensein von Huminstoffen, die durch den Zusatz von Chlor halogeniert werden, bilden. Da Trihalogenmethane im Trinkwasser unerwünscht sind, wurde ein Grenzwert von 0,05 mg/l in der Trinkwasserverordnung festgelegt

Für die Entstehung der Trihalogenmethane sind unter anderem die eingesetzte Chlormenge und die Einwirkungszeit des Chlors mit von Bedeutung.

Von Vorteil ist der Einsatz von Chlordioxid anstelle von Chlor. Mit Chlordioxid erfolgt keine Trihalogenmethanbildung. Darüber hinaus hat Chlordioxid weitere Vorteile.

So können unangenehme Geruchs- und Geschmacksstoffe im Wasser, die z.B. von Phenolen, Algen oder deren Zersetzungsprodukten herrühren, durch Chlordioxid so verändert werden, dass sie anschließend nicht mehr organoleptisch wahrgenommen werden können.

Im Gegensatz zu Chlor bildet Chlordioxid mit Phenolen keine übelriechenden Chlorphenole.

Manche zu desinfizierende Wässer enthalten Ammonium, das die Desinfektion mit Chlor stören kann. In diesen Fällen empfiehlt sich der Einsatz von Chlordioxid, da es mit Ammonium und anderen Stickstoff-Verbindungen nicht reagiert.

Zweiwertiges Eisen und Mangan wird durch Chlordioxid oxidiert, auch wenn sie komplex gebunden sind, da Chlordioxid auch die organischen Komplexbildner angreift. Die sporizide und viruzide Wirkung von Chlordioxid ist bei gleicher Konzentration besser als die von Chlor. Da Chlordioxid selbst noch im Bereich pH 8 – 9 gute desinfizierende Eigenschaften besitzt, ist es für die Desinfektion von Wässern mit höheren pH-Werten geeignet. Dies ist ein besonderer Vorteil des Chlordioxids gegenüber Chlor, weil bei Chlor die desinfizierende Wirkung mit steigendem pH-Wert abnimmt.

Chlordioxid ist im Wasser sehr beständig. Nach abgeschlossener Zehrung lässt sich ein Überschuss über längere Zeit aufrecht erhalten, so dass auch bei ausgedehnten Rohrnetzen eine wirksame Konzentration bis in die Endstränge gewährleistet ist und somit einer Wiederverkeimung des Wassers im Rohrnetz wirksam begegnet wird.

 

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